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Kategorie: Heizung, Themen

Neue Heizung: Wann wird es Zeit?

25.10.2016 Kommentare: 0

Hand aufs Herz: Wie alt ist Ihre Öl- oder Gasheizung? Wenn Sie jetzt mit Ihrer Antwort stocken, gehört Ihre Anlage höchstwahrscheinlich nicht zu den neuesten und modernsten. Damit sind Sie aber nicht alleine. Das Durchschnittsalter deutscher Heizungsanlagen beträgt 17,6 Jahre. 36 Prozent sind sogar älter als 20 Jahre. Das heißt im Klartext, dass der überwiegende Teil deutscher Heizungen dem aktuellen Stand der Technik hinterherhinkt und es mit Themen wie Energieeinsparung und Effizienz nicht weit her ist.

Angesichts globaler Themen wie Erderwärmung und Klimawandel sowie sehr lokaler Themen wie steigenden Energiekosten – sehr lokal deshalb, weil dies Ihren Geldbeutel direkt betrifft – ist es eigentlich erstaunlich, dass nur die wenigsten Menschen über moderne Heiztechnik nachdenken. Eine neue Heizung, kombiniert mit Brennwerttechnik und/oder einer Wärmepumpe, kann nämlich erheblich dazu beitragen, die monatlichen Kosten zu senken und gleichzeitig die Umwelt zu entlasten.

Austauschpflicht der Energiesparverordnung beachten

Austauschpflicht

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Die Senkung des Verbrauchs und damit der Heizkosten durch den Einbau einer neuen Heizungsanlage ist bislang noch weitestgehend eine freiwillige Angelegenheit. Die Energiesparverordnung (EnEV) sieht in ihrer neuesten Fassung von 2014 allerdings eine Austauschpflicht für Ihre Gas- oder Ölheizung vor, wenn diese älter als 30 Jahre ist. Stichtag war der 1. Januar 2015. Ausgenommen von der Verordnung sind nur Niedertemperatur- und Brennwert-Heizkessel bzw. Heizungen mit Nennleistungen unter 4 kW oder über 400 kW, Geräte zur Warmwasserbereitung, Küchenherde u.ä.

Investitionen, die sich lohnen

Einsparpotenzial Neue Heizung

Quelle: Fotolia.com – #106065980

Angesichts stetig steigender Energiepreise muss sich jeder Hauseigentümer die Frage stellen, ob die alte Heizung im Keller und die dazugehörigen Heizkörper noch effizient ihre Dienste tun oder ob eine Neuanschaffung nicht mehr Sinn machen würde. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten lassen sich zum Teil erhebliche Einsparungen erzielen.

Brennwerttechnik

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Beispiel Brennwerttechnik:

Ein neuer Heizkessel mit Brennwerttechnik nutzt nicht nur die direkt durch die Verbrennung entstehende Wärme, sondern auch die Energie, die im Wasserdampf der Abluft enthalten ist. Allein dadurch können Sie 10 bis 15 Prozent gegenüber herkömmlichen – veralteten – Heizkesseln einsparen.

hydraulischer Abgleich

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Beispiel hydraulischer Abgleich:

Mit der richtigen Dimensionierung aller Heizungskomponenten vom Kessel bis zur Pumpe und der entsprechenden Abstimmung auf den Energiebedarf des Hauses lässt sich die Wassermenge in der Heizung exakt an den Bedarf jedes Raumes anpassen. Dafür benötigen Sie ein Zweirohrsystem – also zwei Rohre, die an den Heizkörper angeschlossen sind – sowie voreinstellbare Thermostatventile, die eine optimale Regulierung gewährleisten. Ihr Fachbetrieb checkt für den hydraulischen Abgleich alle wichtigen Faktoren – dazu zählen die Raumgröße, die Außenflächen der Räume und die vorhandene Dämmung – und kann auf dieser Basis die erforderlichen Arbeiten einleiten. Je nach Art Ihrer Heizungsanlage lassen sich mit dem Verfahren des hydraulischen Abgleichs noch einmal bis zu zehn Prozent Energie einsparen.

bodenheizung

Installation einer Fußbodenheizung; Quelle: Fotolia.com – #30205720

Überlegenswert ist auch der Einbau einer Fußbodenheizung. Neben Vorteilen wie Unsichtbarkeit, Behaglichkeit und mehr kann sie durchaus mit bis zu 2 °C weniger betrieben werden als konventionelle Heizkörper, was im Ergebnis bis zu zwölf Prozent weniger Energieaufwand erfordert. Wenn Sie darüber nachdenken, Ihr Heim mit Smart Home Technologie auszurüsten, sollten Sie auch gleich über eine digitale Steuerung für Ihre Heizung nachdenken. Damit haben Sie nicht mehr nur die Wahl zwischen „1“ und „5“ an normalen Thermostaten, sondern können mit individuellen Szenarien und Situationsprofilen wie „abwesend“ oder „Schlafenszeit“ den Energiebedarf exakt einstellen. Auch dies führt langfristig zu erheblichen Einsparungen.

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