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Heizungswartung: Wann und wie oft sollte sie idealerweise durchgeführt werden?

Durch vorausschauende Planung kräftig sparen

Vorsicht ist besser als Nachsicht: Mit einer regelmäßigen, professionellen Wartung können Sie größere Reparaturen an Ihrer Heizungsanlage sehr lange vermeiden und richtig sparen. Doch wann sollten Sie den Heizungsexperten idealerweise beauftragen? Und welche Wartungsintervalle haben sich in der Praxis bewährt? In diesem Beitrag finden Sie schnelle Antworten!

3 ausschlaggebende Faktoren für die Planung Ihres Heizungschecks

Der perfekte Zeitpunkt für die Heizungswartung: Die Sommermonate

An heißen Sommertagen bereits an den Winter denken? Ja! Denn den größten Wärmebedarf haben deutsche Haushalte von Januar bis April und von Oktober bis Dezember mit Höchstwerten im Dezember und Januar. So gerät die Heizung im Sommer schnell in Vergessenheit – sie wird ja kaum genutzt. Wenn es dann kälter wird und die Heizungsanlage unter Hochdruck arbeiten muss, machen sich kleinere oder größere Mängel deutlich bemerkbar:

  • Die Räume bleiben kalt
  • Die Heizkörper werden nicht richtig warm
  • Die Heizung geht nicht aus
  • Die Heizung macht Geräusche
  • Die Heizung tropft

Fest steht: Mitten in der Heizungssaison wird es Ihnen schwerfallen, direkt einen Termin zu erhalten. Es empfiehlt sich daher, vorausschauend zu planen und Heizungswartungen entgegen der Heizsaison in den Sommer zu legen.

Die Vereinbarung des Wartungstermins: Planen Sie genug Puffer zur Abgasmessung ein

Berücksichtigen Sie bei der Festsetzung des Wartungstermins auch die Abgasmessung des Schornsteinfegers. Der misst gemäß der gesetzlich vorgeschriebenen Ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immisionsschutzgesetzes (1.BlmSchV) für den Umwelt- und Klimaschutz unter anderem den Wärmeenergieverlust über die Abgase von Öl- und Gasheizungen. Die Messung erfolgt daher auch, wenn Sie kurz vorher beim Heizungsmonteur eine Heizungswartung mit Abgasmessung beauftragt haben.

So oft erfolgt die Abgasmessung durch den Schornsteinfeger:
Heizungsanlage ≤ 12 Jahre > 12 Jahre
Gasheizung alle 3 Jahre alle 2 Jahre
Gasheizung mit
selbstkalibrierender kontinuierlicher
Regelung des Verbrennungsprozesses
alle 5 Jahre
Ölheizung alle 3 Jahre alle 2 Jahre
Ölheizung mit
selbstkalibrierender kontinuierlicher
Regelung des Verbrennungsprozesses
alle 5 Jahre
Festbrennstoffkessel
alle 2 Jahre
Diese Grenzwerte gelten bei der Abgasmessung von Öl- und Gasheizungen:*
≥ 4 und ≤ 25 kW 11%
> 25 und ≤50 kW 10%
> 50 kW 9%

*Die Grenzwerte variieren nach der Nennleistung der Heizung. Die Nennleistung bezeichnet die tatsächlich vom Heizsystem verwertbare Wärmeenergie.

Sie erfahren bei der Abgasmessung während der Heizungswartung bereits, wenn Sie die zulässigen Grenzwerte überschritten haben und nachbessern müssen. Das spart Ihnen den andernfalls drohenden Nachtermin beim Schornsteinfeger.

Das Wartungsintervall: Bei neuen Anlagen auch eine Sache der Herstellergarantie

Sie nennen sich 5 Jahre Systemgarantie (Buderus), das 5Plus Sorglos Versprechen (Vaillant), die 5-Jahre-Garantie (Viessmann) oder ähnlich. Fast alle Heizungshersteller bieten ihren Kunden mit der 5-jährigen Herstellergarantie eine Verlängerung der gesetzlichen Gewährleistungspflicht von 24 Monaten. Die Bedingung: Eine idealerweise jährliche Wartung, maximal aber eine 16-monatige Wartung durch einen zertifizierten Fachbetrieb.

Unsere Empfehlung: Die jährliche Wartung in den Sommermonaten

Neue Anlagen heizen von vornherein optimal und werden den Herstelleranforderungen für die Garantieansprüche gerecht. Ältere Heizungen erfüllen die vorgesehene Energieeffizienz und bestehen die Abgasmessung des Schornsteinfegers. Kleinere Mängel werden in einem frühen Stadium entdeckt und behoben, sodass teure Reparaturen entfallen.

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