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Worauf Sie bei Trinkwasser achten müssen

Trinkwasserhygiene und Gefahrenanlyse

Warme Temperaturen des Trinkwassers fördern das Wachstum gefährlicher Legionellen. Jährlich erkranken in Deutschland ungefähr 3.000 Menschen an der sogenannten Legionärskrankheit. Besonders Senioren, Kinder, Raucher, Personen mit geschwächtem Immunsystem und jüngere Personen, wie z.B. Sportler nach hoher körperlicher Leistung sind akut gefährdet. Eine Erkrankung, die mit Hilfe von modernen Wasseranalysen und regelmäßigen Trinkwasserhygienechecks vermieden werden kann.

TRINKWASSER-CHECK DURCHFÜHREN

 

 


Wie kommt es zu einer Trinkwasserverkeimung?

Vorbeugung und regelmäßige Kontrolle

Der Hauptinfektionsweg von Legionellen ist die Einatmung erregerhaltiger, lungengängiger Aerosole über den Wasserdampf. Legionellen kommen in jedem sauberen Trinkwasser vor.

Die Temperatur des Wassers ist oft entscheidend, ob sich Legionellen auf gesundheitsbedenkliche Konzentrationen vermehren oder nicht. Weitere Faktoren sind Stagnation, lange Leitungswege, Totleitungen, keine regelmäßige Wasserentnahme oder keine vorgeschriebene Inspektion und Wartung.

 

Beim Energie sparen genau auf die Wassertemperatur achten

Energiesparmaßnahmen im Bereich des Trinkwassers müssen genau auf die Temperaturen abgestimmt werden, die eine Vermehrung von Legionellen verhindern.


  • bis 20 Grad vermehren sich Legionellen/Keime nicht
  • über 20 Grad steigt die Vermehrungsrate allmählich an
  • bei 30-40 Grad finden Legionellen optimale Bedingungen vor
  • darüber beginnen sie langsam wieder zu sinken
  • ab 60 Grad kommt es zu einer Abtötung der Keime

Trink­wasser­ver­ordnung garantiert sauberes Trinkwasser

Sie soll die Qualität des Wassers schützen und verbessern. Die Trinkwasserverordnung basiert auf dem deutschen Infektionsschutz-Gesetz und der EG-Trinkwasserrichtlinie.

Regelwerk des Bundesumweltamtes

Die Trinkwasserprüfung ist vom Gesetzgeber geregelt

Käuffer kümmert sich um den gesamten Trinkwasserprozess

1. Trinkwasser­beprobung

Der gesamte Ablauf – von der Probenahme über deren Transport ins Labor bis zur Analyse – ist gesetzlich genau geregelt und setzt die Zertifizierung des Wasserprobennehmers bei einem akkreditierten Wasserlabor voraus.

2. Trinkwasser­analyse

Die Proben werden auf mikrobiologische Belastungen entsprechend der gesetzlichen Vorgaben genau analysiert. Darunter fallen u.a Legionellen, Escherischia coli und Pseudomonas aeruginosa Bakterien.

3. Gefährdungs­analyse

Wird ein Befund nachgewiesen, werden zügig Hygienemaßnahmen ergriffen, um mögliche Gefährdungen der Gesundheit sofort abzuwenden. Die Käuffer Gruppe erstellt hierzu eine Gefährdungsanalyse und setzt die erforderlichen Maßnahmen um. Aufgrund der Kompetenz auf diesem Gebiet agiert Käuffer schnell, sicher und zuverlässig – ohne unnötigen Chemieeinsatz.

4. Kommunikation Gesundheitsamt

Der Prüfbericht inklusive der Laborauswertung wird auf Kundenwunsch nach Abschluss der Analyse an das zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet. Wird eine Überschreitung des technischen Maßnahmewertes festgestellt, greift Punkt 3.

Unterschiedliche Untersuchungszeiträume

Bei gewerblichen und öffentlichen Tätigkeiten

Bei gewerblichen Institutionen muss in der Regel alle 3 Jahre kontrolliert werden. Bei öffentlichen Institutionen jährliche Kontrolle, sofern es Patienten mit erhöhtem Risiko für Krankenhausinfektionen betrifft. Ansonsten kann das Intervall auf 3 Jahre durch das Gesundheitsamt verlängert werden.

Wer fällt unter die Trinkwasser­verordnung?

Gewerbliche wie auch private Eigentümer

Für alle Gebäude mit einer Großanlage, die über mehr als 400 Liter Speichervolumen und/oder Warmwasserleitungen mit mehr als drei Liter Inhalt zwischen Trinkwassererwärmer und Entnahmestelle zur Trinkwasserversorgung verfügt, greift die Trinkwasserverordnung (Trinkwasser VO §3 von 2012). Darunter fallen Gewerbetreibende wie auch öffentliche Institutionen, die Trinkwasser an Verbraucher abgeben.

Alle 3 Jahre

Unter die Gruppe der Gewerbetreibenden fällt jede auf Einnahmenerzielung ausgerichtete Tätigkeit, bei der eine Versorgung mit Trinkwasser angeboten und von Kunden erwartet und bezahlt wird. Dazu gehören per Definition auch Vermieter von Wohnungen.

Jährlich

Öffentliche Institutionen sind staatliche Institutionen und Gebäude, die Trinkwasser ohne Gewinnerzielungsabsicht an die Allgemeinheit abgeben und von der Öffentlichkeit genutzt werden können.

  • Gewerbetreibende (alle 3 Jahre)

    Vermietung von Wohn- und Geschäftsräumen, Ferienwohnungen, Hotels, Gaststätten oder kommerzielle Sporteinrichtungen wie Fitnessstudios.

  • Öffentliche Institutionen (Jährlich)

    Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten, Altenwohnheime und Justizvollzugsanstalten oder von Genossenschaften betriebene Anlagen.

  • Vereine (alle 3 Jahre)

    Die Trinkwasserverordnung trifft neben Mehrfamilienhäusern, Hotels, Geschäfts- und Gewerbebetrieben auch alle Sportanlagen mit Duschen, deren Trinkwasserspreicher mehr als 400 Liter und/oder deren Rohrleitungsinhalt mehr als 3 Liter aufweisen.

  • Hauseigentümer (alle 3 Jahre)

    Eigentümer, die Mehrfamilienhäuser vermieten, müssen vorhandene Großanlagen zur Trinkwassererwärmung, die Duschen oder andere Einrichtungen enthalten, mindestens alle drei Jahre auf Legionellen untersuchen lassen. Anlagen in Ein- und Zweifamilienhäusern gelten nicht als Großanlagen zur Trinkwassererwärmung.

Unsere Trinkwasser Produkte

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Trinkwasser-Hygieneprüfung

Tipp 1

Die Wassertemperatur in Leitungssystemen sollte immer mindestens 55°C betragen, um Legionellenwachstum zu vermeiden. Die Temperatur kann am Wasserverteiler kontrolliert werden. Ab einer Temperatur von 60°C sterben Legionellen ab.

Tipp 2

Stagnationswasser vermeiden: Steht Wasser länger als 4 Stunden in den Leitungen spricht man von Stagnationswasser. Je nach Zustand der Leitungen können sich gesundheitsgefährdende Stoffe im Stagnationswasser bilden. Man sollte das Wasser daher einige Zeit abfließen lassen, bis das Kaltwasser merklich kühler- und das Warmwasser sichtlich wärmer wird. In der Regel ca. 20 Sekunden – dann ist es rein und für den menschlichen Gebrauch verwendbar. Das Einatmen des Aerosols wird somit vermieden.

Tipp 3

Um eine Verkeimung der Installation zu vermeiden, sollte diese nach dem derzeitigen Stand der allgemeinen anerkannten Regeln der Technik betrieben werden. Auf die notwendigen Inspektion und Wartung der Trinkwasseranlage muss geachtet werden. Es sollten ausschließlich geprüfte und für die Trinkwasserinstallation geeignete Produkte verwendet werden, wie Armaturen, Rohre, Verbinder, Dichtmittel oder Warmwasserbereiter.

Tipp 4

Vorbeugung von Keimen, Bakterien und chemischen Belastungen:

  • Warmwassertemperatur (55-60°C) im Warmwassersystem konstant hoch halten
  • Kaltwassertemperaturen (unter 20°C) dauerhaft kühl halten
  • Für genügend Durchfluss in den Leitungen sorgen
  • Keine Stagnation des Wassers zulassen, Wasser muss fließen
  • Totstrecken beseitigen, wie ungenutzte Verbraucher z.B. Zapfhahn im Keller ohne Nutzung
  • Einbau des vorgeschriebenen Systemtrenners zwischen dem Heizungskreislauf und Trinkwasserleitung

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Käuffer Gruppe

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Käuffer GmbH

Käuffer, Kältetechnik, Klimatechnik, Sanitär, Gebäudemanagement, Hygienemanagement, Industrieservices, Energieeffizienz
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Käuffer GmbHMay 3, 2016 5:55pm
In Kürze gibt es viele Neuigkeiten, rund um das Thema Gebäudetechnik-Leistungen von Käuffer. Stay tuned!
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